Regionaltage 2019 – Bindungen eingehen und erfahren

 

Alle zwei Jahre lädt Impuls Soziales Management alle 850 Mitarbeitenden der jeweiligen Region zu drei Regionaltagen ein – so auch im November 2019. Wie 2017 drehten sich die diesjährigen Veranstaltungen rund um das Projekt „Neuropädagogischer Diskurs“. 

 

Knapp 25 pädagogische Fachkräfte haben sich seit März 2019 auf den Weg gemacht, um der Frage nachzugehen, was Kindertagesstätten, deren Rahmenbedingungen und die pädagogischen Fachkräfte zur gesunden Entwicklung eines Kindergehirns beitragen können. In mehreren Workshops und intensiven Arbeitsphasen entwickelten die Teams gemeinsam mit ihren Neuro-Paten Empfehlungen zu den Themenbereichen „Expertengemeinschaft“, „Gesundheit pädagogischer Fachkräfte“, „Sozial-, Spiel- und Ich-Kompetenz“ „Verhaltensmuster“, „Ernährung“ sowie „Stress im Grundschulalter“. Die Präsentation der Ergebnisse gipfelte in den Regionaltagen in Walsrode, Bruchsal und Kassel.

 

Auf Tuchfühlung mit Neuro

 

Projektleitung Constanze Richter, die Forschungsteams sowie die wissenschaftlichen Experten füllten die drei Tage mit Inhalten: Von Präsentationen im Pecha Kucha Format über einen Fachvortrag von Psychologin Rita Crecelius bis hin zu offenen Workshops während der Future Search am Nachmittag boten die Veranstaltungen viele Möglichkeiten, um mit den Themen in Berührung zu kommen. Hauptfokus lag dabei auf dem Thema Bindung, wie diese gelingen kann und welche positiven, aber auch negativen Auswirkungen (bei Nichtgelingen) sie haben kann. 

 

Impuls-Geschäftsführer Alfons Scheitz bekräftigte in seiner Rede die Relevanz des von ihm ins Leben gerufenen Projektes: „Grundsätzlich sehe ich die Aufgabe meines Unternehmens darin, dafür zu sorgen, dass diese kleinen Menschen, die wir über Jahre in ihrem Leben begleiten, die Chance bekommen, sich so zu entwickeln, dass sie heute und später als Erwachsene die Meister ihres eigenen Lebens- und Beziehungsglücks werden können.“

Insbesondere die ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes haben enorme Auswirkungen auf die Hirnentwicklung sowie die Bindungsfähigkeit: In dieser Zeit können laut Rita Crecelius bis zu 1.000 neue Nervenverbindungen pro Sekunde entstehen. Gerade bei Aufregung benötigen die Kleinsten ein Gegenüber, das sie reguliert und ihnen mit Achtsamkeit und Ruhe begegnet. 

 

Die hohe Bedeutung des Freispiels für die Entwicklung der Kinder wurde von den Expertenteams sowie den Neuro-Paten ebenfalls hervorgehoben. Für einen neuen Begriff der Beziehung zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften plädierte eine der Arbeitsgruppen: Expertengemeinschaft erkenne die Bedeutung der Eltern als Experten für ihre Kinder ebenso an wie die Rolle der Fachkräfte. 

 

In der Photobooth, bei Auszeichnungen und Abschieden langjähriger Mitarbeitenden sowie in der Wertschätzung für die Teams des Neuropädagogischen Diskurses wurde das Thema Bindung für alle deutlich spürbar.

 

Weiterführende Informationen zum Neuropädagogischen Diskurs

 

Die Ausarbeitungen mit den Inhalten aller Arbeitsgruppen, die auf den Regionaltagen erstmals präsentiert wurden, stehen unter https://www.neuro-impuls.de/ zum Download bereit.