Megatrends auf der Spur – Führungskräftetage 2019 am Silbersee

 

Lernen mit Tempo und Spaßfaktor – Ob bei der Werksführung von B. Braun, während des World Cafés oder auf der Sommerrodelbahn, bei den diesjährigen Führungskräftetagen von Impuls Soziales Management im Mai 2019 am Silbersee bei Frielendorf ging es mit Vollgas in Richtung Zukunft. Impuls sieht seine Mitarbeitenden als Zukunftsgestalter mit gesellschaftspolitischer Verantwortung. Um dieser begegnen zu können, braucht es ein Wissen um die sogenannten Megatrends und deren Auswirkungen. Ziel der Veranstaltung war es, auf eine optimistische Haltung hinzuwirken, die es ermöglicht, Zukunft als Chance zu verstehen und mögliche Ängste aufgrund fehlender Vorhersehbarkeit abzubauen. 

Daher beschäftigen sich die mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Megatrends des Zukunftsinstitutes von Konnektivität über Urbanisierung bis Silver Society. Den Startschuss für drei abwechslungsreiche Tage legte Michael Kirmes, Chefredakteur der Zukunftsinstitut Workshop GmbH, mit seinem Vortrag. Dass der Playmobilkatalog Trends der Deutschen Gesellschaft abbildet, war ebenso Thema, wie die „Kindergartisierung der Arbeitswelt“. Kind sein zu können, ungehemmt Fragen zu stellen und neugierig zu sein, sind laut Kirmes wichtige Faktoren, um Herausforderungen im späteren Leben kreativ und offen zu begegnen. Warum es das Verb „eltern“ nicht gibt, beschäftigte ihn ebenso, wie die Frage, warum Stadt und Natur noch immer als Gegensatz wahrgenommen werden. 

Mit vielen interessanten Impulsen machten sich die Beteiligten in Gruppen auf zur Megatrend-Rallye durch die Ferienhäuser. Acht Stationen besuchte jede Gruppe und betrachtete dabei den jeweiligen Megatrend in unterschiedlichen Rollen, z.B. als Führungskraft oder Privatperson. Für einen spaßigen Wettkampf sorgte das „Mega-Trendige Kneipenquiz“ am Abend. 

Megatrends in der Praxis erleben

Tag Zwei stand ganz im Sinne des Erlebens. Drei Gruppen erhielten eine Führung durch die Produktion des Melsunger Pharma- und Medizinbedarfsunternehmens B.Braun. Die Megatrends „Gesundheit und Konnektivität“ standen dort im Fokus. Was mit einem Faden in der Apotheke begann, hat sich bis heute zu einer hochtechnisierten Fertigung entwickelt. Von fahrerlosen Fahrzeugen bis zur automatisierten Produktion von täglich 1.400 km Schläuchen für Infusionsgeräte gab es beeindruckende Einblicke und die Erkenntnis, dass trotz mehr Maschinen weiterhin Menschen benötigt werden, um diese zu entwickeln oder zu warten. 

Um die Megatrends „Individualisierung und Neo-Ökologie“ in der Praxis zu erleben, steuerte die Gruppe die Firma myVALE in Homberg (Efze) an. Auf Basis des eigenen Fußabdrucks fertigen die Orthopädie-Experten dort per Hand pro Jahr etwa 6.000 individuelle, modische Flip Flops und andere Schuhe. Dies erfolgt sehr ressourcenorientiert – es werden nur Schuhe gebaut, die wirklich gebraucht werden – und experimentell. „Wir lernen durch gemeinschaftliches Ausprobieren“, sagte Geschäftsführer Markus Schott. Beide Firmen hatten eine starke Haltung gemeinsam und lieferten viele Diskussionsgrundlagen für den weiteren Austausch. Am Nachmittag sorgte insbesondere die Sommerrodelbahn für viele Freudenschreie bei den Führungskräften. Mit dem Besuch des jungen Start-Ups crewSPIRIT, das Weiterbildungen auf Segelschiffen anbietet, und einem Impuls zum Trend „New Work“, endete der erlebnisreiche Tag.

Neugier bewahren, Fragen stellen

Austausch und Gespräche über das Erlebte standen am letzten Tag sowohl im Fishbowl als auch im anschließenden World Café auf dem Programm. „Wie verändert Heterogenität Führungsarbeit?“, „Wie könnte ein Foodsharing-Konzept in der Kita aussehen?“ oder „Wie verändern sich die Ansprüche nachfolgender pädagogischer Fachkräfte an den Arbeitsplatz?“ waren nur drei Fragen, die während des World Cafés notiert wurden. Mit vielen Ideen, offenen Fragen und Vorfreude auf die Zukunft hieß es am Ende Abschied nehmen. Es bleiben die Erkenntnisse, dass die Megatrends mit jedem Einzelnen etwas zu tun haben – sowohl privat als auch beruflich – und dass es wichtig ist, weiterhin neugierig zu bleiben. Es wird sich zeigen, welche Fragestellungen in naher Zukunft weiter vertieft werden. Sicher ist jedenfalls, dass sich Impuls Soziales Management auch weiterhin den verschiedenen Megatrends widmet und sich so für die zukünftigen Anforderungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kindern, Familien und Auftraggebern fit macht.