Kinderbetreuung für ukrainische Geflüchtete

 

Der ehemalige Tagesspiegel-Shop ist nicht wiederzuerkennen. Er wurde kindgerecht umgestaltet und bietet all das, was es braucht, damit Kinder sich wohlfühlen: Platz zum Toben, Rückzugsorte und natürlich jede Menge Spielsachen. Drei Mitarbeitende können hier mit bis zu 20 Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren arbeiten. Damit möglichst viele Familien entlastet werden können, ist die Betreuung für maximal vier Stunden möglich, sodass Kapazitäten für 40 Kinder täglich bestehen. Das Angebot ist so ausgelegt, dass aus der Ukraine geflüchteten Menschen schnell und unkompliziert Unterstützung zukommt, bis die Kinder in regulären Kindertagesstätten oder Schulen untergebracht sind. Die Nutzung ist kostenfrei und bedarf keiner Anmeldung. Die Eltern müssen lediglich ein mehrsprachig gestaltetes Formular ausfüllen, wenn sie ihre Kinder abgeben. Während diese betreut werden, können sie Behördengänge erledigen, ihre Arbeitssuche vorantreiben oder einfach Zeit für sich haben.


„Als Betreiber von Kinderbetreuungseinrichtungen übernehmen wir täglich gesellschaftliche Verantwortung. Der furchtbare Angriffskrieg in der Ukraine fordert uns alle, Verantwortung für diejenigen zu übernehmen, die sich selbst nicht schützen können. Kinder und Jugendliche, die derzeit vor dem Krieg in der Ukraine flüchten müssen, sind in besonderem Maße auf Schutz und Unterstützung angewiesen“, sagt Lisa Janz, Geschäftsführerin von Impuls Soziales Management. „Unsere Hoffnung ist, dass der Besuch einer Kinderbetreuung für diese Kinder und Familien dazu beitragen kann, in der neuen und fremden Umgebung anzukommen und das Erlebte besser zu verarbeiten.“

 

Sprachliche Barrieren abbauen und Geschehenes verarbeiten


Als Experte auf dem Gebiet der Kinderbetreuung setzt Impuls Soziales Management auch bei der Einrichtung der temporären Kinderbetreuung hohe Qualitätsstandards. Dabei stellt die Arbeit mit geflüchteten Kindern, denen traumatische Erlebnisse widerfahren sind und die eine fremde Sprache sprechen, spezifische Anforderungen. So wurde großen Wert daraufgelegt, Betreuungskräfte mit ukrainischen Sprachkenntnissen zu beschäftigen. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, eine Psychologin bzw. einen Psychologen hinzuzuziehen, um frühzeitig psychosoziale Unterstützung leisten zu können. Gespielt werden kann generell sowohl drinnen als auch draußen, zusätzlich sind gemeinsame Ausflüge geplant.


„Es ist mir eine echte Herzensangelegenheit, mit dem, was wir als Impuls Soziales Management am besten können – nämlich eine verlässliche, liebevolle und professionelle Kinderbetreuung anzubieten –, wirksam werden zu können. Ich danke dem Tagesspiegel für das schnelle und unmittelbare Engagement und freue mich sehr, dass über diese Kooperation seit einigen Tagen die ersten ukrainischen Kinder in Berlin durch uns betreut werden können“, schließt Lisa Janz. Sie ergänzt: „Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass diesem Beispiel auch an anderen Standorten Folge geleistet werden kann.“ Damit könnte diese temporäre Kinderbetreuung als Vorbild weiterer Betreuungsangebote für die Kinder von ukrainischen Geflüchteten dienen.


„Auch wir haben lange überlegt, wie wir in dieser schwierigen Zeit einen Beitrag leisten und den geflüchteten Menschen am schnellsten helfen können“, sagt Ulrike Teschke, Geschäftsführerin des Verlags Der Tagesspiegel. „Innerhalb kürzester Zeit haben wir gemeinsam mit unserem Partner Impuls Soziales Management die Kinderbetreuung auf die Beine gestellt. Wir freuen uns sehr darüber, seit dieser Woche die ersten Kinder im Tagesspiegel-Haus herzlich willkommen zu heißen. Aus der Belegschaft erhalten wir schon jetzt sehr viel positives Feedback und auch das Engagement, sich persönlich dort einzubringen, ist groß.“