Wussten Sie schon... ?

 

Sie erwägen, betriebliche Kinderbetreuung in Ihrem Unternehmen anzubieten? Dann haben Sie sicher einige Fragen! Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen von Unternehmen finden Sie hier. Sollten Sie weiterführende Fragen haben, so zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Wie kann ich den Betreuungsbedarf in meinem Unternehmen ermitteln?

Das Interesse an einem Kinderbetreuungsplatz innerhalb Ihres Unternehmens ist abhängig von unterschiedlichen Merkmalen bei den Eltern, die wichtigsten sind:

 

  • Alter der Mitarbeiter,
  • Qualifikation und Einsatzbereich,
  • Anstellungsform (Teilzeit, Vollzeit, Schichtdienst usw.),
  • Einzugsbereich/Fahrtwege zum Unternehmen,
  • Betreuungsstruktur am Wohnort der Eltern.

 

Häufig bieten diese Informationen eine gute Basis, um den Bedarf Ihres Personals an Kinderbetreuungsplätzen einschätzen zu können. Um den individuellen Bedarf möglichst präzise zu erfassen, empfehlen wir eine Bedarfsabfrage mithilfe eines anonymen Fragebogens. So erhalten Sie einerseits Auskunft über den aktuellen Betreuungsbedarf, darüber hinaus ermöglichen die Ergebnisse eine solide Prognose für die Zukunft. Zudem werden die Wünsche Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich der Betreuungsform – Krippe, Kindergarten, Ferienbetreuung, Öffnungszeiten usw. – ermittelt.

 

Sie brauchen Unterstützung bei der Befragung Ihres Personals oder wünschen eine Bedarfsabschätzung? Dann schauen Sie sich unsere Leistungen rund um die Bedarfsanalyse an.

 

Mit unserem kostenlosen Platzbedarfsrechner können Sie das optimale Betreuungsmodell für Ihr Unternehmen ermitteln.

Gibt es Fördermittel für betriebliche Kinderbetreuung?

Zur Finanzierung der Betriebskosten Ihrer Kindertagestätte/Kindertagespflege stellen Bund, Länder und Kommunen unterschiedliche Fördermittel zur Verfügung. Die Höhe sowie die Voraussetzungen zum Bezug dieser Mittel hat jedes Bundesland individuell geregelt. Ebenso verfahren die einzelnen Kommunen nicht einheitlich: So beteiligen sich einige an den Kosten betrieblicher Einrichtungen, zumindest für Kinder, die aus der jeweiligen Kommune kommen, andere gewähren keine Fördermittel. Dies hängt stark von der kommunalen Bedarfsplanung sowie den vorhandenen finanziellen Mitteln ab. Mögliche Fördermodalitäten sollten also vorab mit der zuständigen Kommune geklärt werden.

 

Die Bundesregierung hat das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ ins Leben gerufen, um Arbeitgeber bei der Schaffung von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige zu unterstützen und wirtschaftliche Anreize zu schaffen. Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form einer Festbetragsfinanzierung mit festen Pauschalen in Höhe von 400 € pro neu geschaffenem Ganztagsplatz, 300 € für einen ¾ Platz und 200 € für einen Halbtagsplatz und Monat gewährt. Die Arbeitgeberbeteiligung an den Betriebskosten der Betreuungsplätze muss mindestens 250 € pro Ganztagsbetreuungsplatz und Monat betragen, für Teilzeitplätze 187,50 € und für Halbtagsplätze 125 €. Die Zuwendung wird für die Dauer von bis zu zwei Jahren gewährt, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit des Programms am 30. Juni 2015. Angestrebt wird eine Förderdauer von mindestens einem Jahr. Ob das Programm auch über 2015 hinaus weitergeführt wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Internetseite "Erfolgsfaktor Familie".

 

Grundsätzlich besteht auf keine der Förderungen ein Rechtsanspruch, dies ist im persönlichen Gespräch mit den zuständigen Behörden zu klären.

Wo kann ich mich über bundeslandspezifische Fördermittel informieren?

Sollten Sie Fragen zu den bundeslandspezifischen Förderprogrammen haben, so wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Kommunalverwaltung oder die Landesjugendämter. Selbstverständlich steht Ihnen auch Julia Heimeier für alle Fragen zur Verfügung. » Kontaktformular

Was kostet ein Betreuungsplatz pro Monat?

Die Kosten eines betrieblichen Betreuungsplatzes hängen von der gewünschten Qualität der Einrichtung ab. Folgende Kriterien bestimmen u. a. die Kosten eines Platzes:

 

  • Anzahl der Gruppen,
  • Gruppenform: Krippe, Kindergarten, altersübergreifende Gruppen oder Hort,
  • Größe der Räumlichkeiten,
  • Fachkraft-Kind-Schlüssel (gesetzliche Mindestanforderung oder hochwertiger),
  • Öffnungszeiten der Einrichtung,
  • weitere Qualitätsstandards (z. B. Mehrsprachigkeit, Frischküche),
  • regionales Preisniveau (z. B. Mieten).

 

Je nach gewählten Standards können die monatlichen Kosten für einen Krippenplatz zwischen 1.000 € und 1.700 € liegen, für einen Kindergartenplatz zwischen 800 € und 1.200 €. Der Deckungsanteil Ihres Unternehmens an den Kosten eines Betreuungsplatzes hängt u. a. von der Höhe der Elternbeiträge ab.

 

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie erarbeiten wir ein ganzheitliches Konzept für Ihr Kinderbetreuungsmodell auf Basis Ihrer Vorstellungen und erstellen Ihnen einen übersichtlichen Finanzplan, damit Sie genau wissen, mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben.

Wie hoch sind die Investitionskosten für eine betriebliche Kinderbetreuungseinrichtung?

Die Investitionskosten hängen sehr stark von den gewünschten Qualitätsstandards Ihrer Einrichtung ab. Muss ein Neubau erstellt werden oder soll ein bereits vorhandenes Gebäude umgebaut werden? Wie sind Gebäude und Grundstück beschaffen? Welche besonderen baulichen Anforderungen gibt es in Ihrer Region? All diese Faktoren beeinflussen die baulichen Investitionskosten für einen Kinderbetreuungsplatz.
Neben den eigentlichen Baukosten fallen auch Kosten für das Herrichten des Außengeländes an. Dieses Gelände sollte eine ausreichende Fläche für die Kinder bieten und dabei besonders deren Altersstruktur berücksichtigen. Experten gehen von einer Fläche von 10 bis 25 m² je Kind aus. Vorausgesetzt, das Gelände ist eben und es gibt keine Bodenverunreinigungen, liegen die Kosten – inklusive der Anschaffungskosten für Außenspielgeräte – pro m² bei ca. 167 € exklusive der Planungsleistungen für Architekten. Regionale Preisschwankungen und besondere Anforderungen sind hierbei nicht berücksichtigt.

 

Auch die Kosten für die Ausstattung der Einrichtung (Möbel, Spielmaterialien, Büroausstattung usw.) hängen stark von Ihren Wünschen aber auch von der Größe der Einrichtung, der Gruppenform usw. ab. Die Kosten pro Platz liegen zwischen 2.000 € und 5.000 €.

 

Die Bundesregierung hat im Kinderförderungsgesetz die durchschnittlichen Neubaukosten für die Schaffung eines U3-Platzes mit 36.000 € pro Platz beziffert. Erste Evaluierungen haben jedoch gezeigt, dass dieser Wert deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kosten – abhängig von den Qualitätsstandards – für einen Kindergartenplatz bei ca. 23.000 € und für einen Krippenplatz bei ca. 30.000 € liegen. Auch hier gibt es bundeslandspezifische Schwankungen.

 

Ziehen Sie einen auf Kinderbetreuungseinrichtungen spezialisierten Architekten zu Rate und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag erstellen. Wichtig: Beziehen Sie ortsansässige Behörden – d. h. Kommunalverwaltung, Jugendamt usw. – frühzeitig in den Planungsprozess mit ein, um nachträgliche Abstimmungsrunden zu vermeiden.

 

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ermitteln wir Ihnen die Investitionskosten für den Neubau einer Kinderbetreuungslösung.

Welche Investitionskostenförderung gibt es für betriebliche Kinderbeteuungseinrichtungen?

Der Bund regelt die Investitionskostenförderung von Tagesbetreuungseinrichtungen im Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz (KBFG). Zum 1. Januar 2008 hat der Bund die Richtlinie zur Förderung von Investitionen im Rahmen des Investitionsprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ unterzeichnet. Diese Vereinbarung wurde durch das Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung" 2013-2014 ergänzt. Für den angegebenen Zeitraum werden Zuwendungen für Investitionen zur Schaffung von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige gewährt, hierzu zählen

 

  •  Neubau-, Erweiterungs- und Umwandlungsbau- bzw. Umbaumaßnahmen,
  •  der Erwerb von Gebäuden einschließlich nachfolgendem Umbau und/oder
  •  die Beschaffung von Ausstattungsgegenständen.

 

Auf Basis einer Verwaltungsvereinbarung stellt der Bund den Ländern diese Mittel zur Verfügung. Die Regelung und Durchführung der Verwendung der Mittel obliegt dann jedem einzelnen Bundesland; daher sind die Förderhöhen auch ganz unterschiedlich geregelt.

 

Bei konkreten Fragestellungen zum Investitionsprogramm wenden Sie sich bitte an die zuständige Kommunalverwaltung.