Startschuss für neuropädagogischen Diskurs

 

Die diesjährigen Führungskräftetage von Impuls Soziales Management, die im Juni 2017 in Hannover stattgefunden haben, bildeten den Startschuss für ein unternehmensweites Projekt zum Thema „Neuropädagogik“. Was brauchen Kinder, um gut aufzuwachsen und um sich gesund zu entwickeln? Und wie können die pädagogischen Fachkräfte sowie Impuls als Träger sie dabei bestmöglich unterstützen? Diese Fragen bilden die Grundlage für ein mehrjähriges Projekt, das Forschungen der Neurowissenschaft mit Erkenntnissen aus Pädagogik, Soziologie und Psychologie zusammenbringen möchte.

 

Ob Einrichtungsleitung, Geschäftsleitung oder Mitarbeiterinnen aus der Geschäftsstelle – insgesamt starteten etwa 50 Personen zunächst mit einem fachlichen Input in den ersten von drei Tagen voller Diskussionen, Gruppenarbeiten und offener Fragen. Die Neurobiologie stellt unter anderem die These auf, dass Schutz und Geborgenheit entscheidende Attribute sind, um Antistresssysteme bzw. -gene bei Kleinkindern zu aktivieren. Wenn eine sichere Umgebung nicht gewährleistet ist, kann dies später Depressionen oder ähnliche Krankheiten zur Folge haben.

 

In einem Interview erläuterte Impuls-Geschäftsführer und -Inhaber Alfons Scheitz, weshalb ihn dieses Thema bereits seit etwa drei Jahren beschäftigt und warum es ihm wichtig ist, dies mit Experten unterschiedlicher Fachgebiete zu erforschen: „Wir von Impuls schaffen in unseren Einrichtungen den Rahmen für soziale Erfahrungen der Kinder. Als Organisation haben wir eine Verantwortung dafür, dass Bindung gelingt und dass Kinder ihr Glück finden können.“ In den Teams der einzelnen Kinderbetreuungseinrichtungen stecke so viel Wissen zur Entwicklung von Kindern, daher sei es ihm ein Anliegen, deren Expertise mit anderen Perspektiven zusammenzubringen und so Theorie und Praxis zu verknüpfen.

 

In lebhaften Diskussionen konnte jeder zu Wort kommen. Pioniergeist war dabei ebenso zu spüren wie Unsicherheiten: „Ich finde es mutig, dass sich Impuls auf den Weg macht“ oder „Wie geht es mit den Kindern nach der Krippe weiter?“

 

Diese und viele weitere Fragen werden während des auf zwei Jahre ausgelegten, ergebnisoffenen Prozesses thematisiert, diskutiert und bearbeitet. Als lernende Organisation bindet Impuls seine knapp 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv ein. Die erste Projektphase hat das Ziel, die Schwerpunkte zu identifizieren, die aus dem pädagogischen Alltag heraus für das Projekt relevant sind. Die Fachkräfte der 35 Einrichtungen erarbeiten diese aktuell. Auch auf den diesjährigen Regionaltagen im November und Dezember 2017 wird Impuls den neuropädagogischen Diskurs, der auf den Führungskräftetagen erfolgreich gestartet ist, mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterführen.